Golden Retriever und getigerte Katze warten in der Küche vor der Arbeitsfläche, auf der eine geöffnete PURE-Nassfutterdose, Deckel, Napf und Gabel stehen.

Geöffnetes Nassfutter richtig lagern: Kühlschrank, Haltbarkeit und Serviertemperatur

Du öffnest eine Dose Nassfutter, gibst eine Portion in den Napf und stellst den Rest in den Kühlschrank. Am nächsten Tag tauchen oft dieselben Fragen auf: Wie lange hält sich das Futter? Muss die Dose abgedeckt werden? Und darf die nächste Portion direkt kalt in den Napf?

Geöffnetes Nassfutter sollte sofort abgedeckt und gekühlt werden. Für die Nassfutterprodukte von PURE empfehlen wir, den Inhalt innerhalb von zwei bis drei Tagen zu verfüttern. Nimm jeweils nur die benötigte Portion aus der Dose. Gerade Katzen und wählerische Tiere mögen das Futter oft lieber, wenn es nicht direkt kühlschrankkalt serviert wird.

Warum geöffnetes Nassfutter in den Kühlschrank gehört

Eine ungeöffnete, unbeschädigte Dose ist durch das Herstellungsverfahren lange haltbar. Sobald sie offen ist, kommt der Inhalt mit Luft und Keimen aus der Umgebung in Kontakt. Auch Wärme und unsauberes Besteck können die Haltbarkeit verkürzen.

Reste sollten deshalb nicht offen in der Küche stehen bleiben. Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) empfiehlt, nicht verwendetes Dosen- und Beutelfutter rasch zu kühlen oder zu entsorgen. Der Kühlschrank sollte auf höchstens 4-5 °C eingestellt sein.

Kälte verlangsamt das Wachstum vieler Mikroorganismen, macht geöffnetes Futter aber nicht unbegrenzt haltbar. Wie lange es verwendet werden kann, hängt vom Produkt, von der Lagerung und vom Umgang damit ab.

Wie lange hält sich geöffnetes Nassfutter?

Hier zählt zuerst die Angabe des Herstellers, denn Rezepturen und Verarbeitung unterscheiden sich. Für PURE Nassfutter gilt: Nach dem Öffnen gekühlt lagern und innerhalb von zwei bis drei Tagen verfüttern.

Am einfachsten ist es, das Öffnungsdatum auf die Dose zu schreiben. So musst Du später nicht überlegen, ob sie seit gestern oder doch schon seit drei Tagen im Kühlschrank steht. Bei kleinen Hunden und Katzen lohnt sich auch ein Blick auf die Dosengrösse. Eine kleinere Dose wird schneller aufgebraucht und produziert weniger Reste.

Die Angabe von zwei bis drei Tagen setzt voraus, dass das Futter sauber entnommen und durchgehend gekühlt wurde. Stand es längere Zeit warm oder bist Du Dir bei der Lagerung nicht sicher, solltest Du es nicht mehr verfüttern.

Abdecken, kühlen, sauber portionieren

Ein passender Dosendeckel schützt das Futter vor Austrocknung, Kühlschrankgerüchen und Verunreinigungen. Du kannst den Inhalt auch in einen sauberen, gut verschliessbaren Behälter umfüllen.

Nimm die Portion mit einem sauberen Löffel oder einer sauberen Gabel heraus, verschliesse die Dose und stelle sie gleich wieder in den Kühlschrank. Besteck, das bereits mit dem benutzten Napf oder mit Speichel in Kontakt gekommen ist, gehört nicht zurück in die Dose.

Auch der Futternapf sollte nach jeder Mahlzeit gereinigt und getrocknet werden. Das gilt ebenso für Löffel und anderes Zubehör, mit dem Du das Futter portionierst.

Darf Nassfutter direkt aus dem Kühlschrank serviert werden?

Viele Hunde und Katzen fressen kühles Nassfutter ohne Probleme. Andere lassen eine kalte Portion stehen, obwohl sie dieselbe Sorte frisch geöffnet gerne mögen.

Ein möglicher Grund ist der Geruch. Wärmeres Futter setzt mehr flüchtige Aromastoffe frei und riecht dadurch intensiver. In einer Untersuchung wurde Katzen über sieben Jahren Nassfutter bei 6 °C, 21 °C und 37 °C angeboten. Die Katzen bevorzugten die wärmeren Varianten. Am besten angenommen wurde in diesem Versuch das Futter mit 37 °C.

Daraus folgt nicht, dass jede Katzenmahlzeit auf Körpertemperatur gebracht werden muss. Untersucht wurden ältere Katzen und eine bestimmte Art von Nassfutter. Die Ergebnisse zeigen aber, dass die Serviertemperatur die Akzeptanz beeinflussen kann. Bei Hunden ist die Reaktion ebenfalls individuell.

Nassfutter schonend temperieren

Nimm nur die Portion aus dem Kühlschrank, die Dein Tier gleich fressen soll. Die geöffnete Dose bleibt gekühlt.

Du kannst die Portion kurz abgedeckt stehen lassen oder etwas warmes Wasser untermischen. Das nimmt dem Futter die Kälte, verändert die Konsistenz leicht und bringt zusätzliche Flüssigkeit in den Napf.

Die ganze Dose immer wieder zu erwärmen und zurück in den Kühlschrank zu stellen, ist keine gute Lösung. Portionieren ist einfacher und hält den restlichen Inhalt zuverlässig kühl.

Wenn Nassfutter im Napf stehen bleibt

Eine feste Zeitangabe passt nicht zu jeder Situation. In einer kühlen Wohnung verdirbt Futter langsamer als an einem heissen Sommertag oder in direkter Sonne.

Nassfutter sollte trotzdem nicht stundenlang im Napf stehen. Frisst Dein Tier die Portion nicht zeitnah, nimm sie weg. Bei Wärme entsprechend früher. Reste aus dem benutzten Napf kommen nicht zurück in die Dose, weil sie bereits mit Speichel und der Umgebung in Kontakt waren.

Katzen fressen oft lieber mehrere kleine Portionen. Dann ist es sinnvoller, zunächst weniger zu geben und später frisch nachzulegen.

Woran erkennst Du verdorbenes Nassfutter?

Prüfe vor dem Füttern Geruch, Farbe und Konsistenz. Säuerlicher, fauliger oder ranziger Geruch, eine deutliche Farbveränderung, eine schleimige Oberfläche oder sichtbarer Schimmel sind klare Gründe, das Futter zu entsorgen. Dasselbe gilt für aufgeblähte, stark verbeulte, rostige oder undichte Dosen.

Nicht jedes Problem lässt sich sehen oder riechen. Wenn Du Zweifel hast, wie lange das Futter ungekühlt stand oder seit wann die Dose offen ist, gehört es nicht mehr in den Napf.

Erbricht Dein Tier nach dem Fressen, bekommt starken Durchfall, wirkt ungewöhnlich matt oder zeigt andere deutliche Beschwerden, füttere das Produkt nicht weiter und wende Dich an Deinen Tierarzt.

Gibt es Unterschiede zwischen Hund und Katze?

Bei der Lagerung gelten dieselben Regeln. Geöffnetes Nassfutter gehört für Hunde und Katzen abgedeckt in den Kühlschrank und sollte innerhalb der angegebenen Zeit verbraucht werden.

Unterschiede zeigen sich eher beim Fressen. Katzen nehmen oft kleinere Portionen auf und reagieren mitunter stärker auf Temperatur, Geruch oder eine angetrocknete Oberfläche. Temperiertes Futter kann vor allem für ältere oder wählerische Katzen interessanter sein. Viele Hunde sind weniger heikel. Kleine Hunde brauchen für eine grosse Dose allerdings ebenfalls mehrere Mahlzeiten.

Am Ende geben Portionsgrösse, Alter, Vorlieben und Fütterungsrhythmus den Ausschlag.

Weniger Reste, weniger Foodwaste

Wähle eine Dosengrösse, die zur täglichen Futtermenge Deines Tieres passt. Notiere das Öffnungsdatum und stelle angebrochene Dosen gut sichtbar in den Kühlschrank. Bevor Du eine neue Sorte öffnest, sollte die bereits geöffnete Dose aufgebraucht sein.

Gib lieber zunächst etwas weniger in den Napf und lege bei Bedarf nach. Ein wiederverwendbarer Dosendeckel erleichtert die saubere Aufbewahrung.

Mehr zum Mindesthaltbarkeitsdatum und zum Umgang mit älterem Tierfutter findest Du im Ratgeber Haltbarkeit von Hundefutter und Katzenfutter: MHD richtig verstehen, Foodwaste vermeiden.

Bei PURE findest Du Nassfutter für Hunde und Nassfutter für Katzen in unterschiedlichen Rezepturen und Dosengrössen. Passende Deckel gibt es für 195-g- und 400-g-Dosen sowie für 800-g-Dosen.

Häufige Fragen zu geöffnetem Nassfutter

Wie lange hält geöffnetes Nassfutter im Kühlschrank?

Das richtet sich nach dem Produkt und der Herstellerangabe. Geöffnetes PURE Nassfutter sollte abgedeckt im Kühlschrank gelagert und innerhalb von zwei bis drei Tagen verfüttert werden.

Bei welcher Temperatur sollte Nassfutter gelagert werden?

Der Kühlschrank sollte auf ungefähr 4 °C eingestellt sein. Geöffnete Dosen gehören nach dem Portionieren möglichst rasch zurück in die Kühlung.

Kann die geöffnete Dose direkt in den Kühlschrank?

Ja. Verschliesse sie mit einem sauberen, passenden Dosendeckel. Alternativ kannst Du das Futter in einen sauberen, dicht schliessenden Behälter umfüllen.

Darf man Hunden und Katzen kaltes Nassfutter geben?

Viele Tiere fressen kühles Nassfutter problemlos. Manche Hunde und besonders manche Katzen bevorzugen es bei Zimmertemperatur oder leicht angewärmt, weil es dann intensiver riecht.

Darf übrig gebliebenes Futter aus dem Napf zurück in die Dose?

Nein. Im benutzten Napf hatte das Futter bereits Kontakt mit Speichel und der Umgebung. Solche Reste sollten nicht mit dem gekühlten Inhalt vermischt werden.

Gilt die Haltbarkeit von zwei bis drei Tagen für jedes Nassfutter?

Nein. Dieser Zeitraum ist die Empfehlung für Nassfutterprodukte von PURE. Bei anderen Produkten gelten die Angaben des jeweiligen Herstellers.

Quellen und weiterführende Informationen

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