Sollte man Trocken- und Nassfutter mischen? Vorteile, Nachteile & Tiergesundheit im Überblick
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Neulich erzählte mir ein Kunde, dass sein Hund morgens total auf Trockenfutter abfährt – abends aber nur Nassfutter akzeptiert. Vielleicht kennst du das von deinem Tier auch. Und genau hier stellt sich die grosse Frage vieler Hunde- und Katzenbesitzer in der Schweiz: Sollte man Trocken- und Nassfutter eigentlich mischen – oder ist das eher keine gute Idee?
In diesem Beitrag findest du eine klare, verständliche Übersicht über Vorteile, Risiken, die wichtigsten Gesundheitsaspekte und praktische Tipps für den Alltag. So kannst du für dein Tier die richtige Entscheidung treffen.
Was bringt es meinem Tier wirklich? – Die Grundlagen
Was ist der Unterschied zwischen Trocken- und Nassfutter?
Trockenfutter enthält meist 8–10 % Feuchtigkeit, während Nassfutter durchschnittlich bei 70–80 % liegt. Das wirkt sich auf Energiegehalt, Nährstoffdichte und die Art der Verarbeitung aus.
Trockenfutter – typische Merkmale:
- hoher Energiegehalt pro Gramm
- oft längere Haltbarkeit
- gut portionierbar und praktisch
Nassfutter – typische Merkmale:
- hoher Feuchtigkeitsanteil unterstützt die Flüssigkeitsaufnahme
- intensiverer Geschmack, oft höhere Akzeptanz
- etwas geringere Energiedichte
Diese Unterschiede sind gut untersucht. Studien zeigen beispielsweise, dass die höhere Feuchtigkeit von Nassfutter die Flüssigkeitsaufnahme verbessert und die Harnkonzentration senken kann (Zentek et al., 2017; Buckley et al., 2011).
Vorteile Trockenfutter: energiedicht, praktisch, kann zur Zahnpflege beitragen
Vorteile Nassfutter: bessere Hydratation, hohe Schmackhaftigkeit
Die Bedürfnisse deines Hundes oder deiner Katze verstehen
Alter, Aktivität, Rasse, Gesundheitszustand und eventuelle Unverträglichkeiten bestimmen, welches Futter passt.
- Senior-Tiere profitieren oft von mehr Feuchtigkeit.
- Sportliche Hunde haben höheren Energiebedarf.
- Katzen mit Neigung zu Harnkristallen brauchen mehr Flüssigkeit.
- Tiere mit Allergien brauchen klare, transparente Rezepturen – wie Single-Protein-Futter.
Trocken- und Nassfutter mischen: Die Vor- und Nachteile
Vorteile des Mischens von Trocken- und Nassfutter
Erhöhte Akzeptanz
Viele Hunde und Katzen fressen besser, wenn das Futter aromatischer ist. Nassfutter bietet genau das – und gemischt mit Trockenfutter steigert es oft die Bereitschaft zu fressen. Forschungsarbeiten zeigen, dass Feuchte den Geruchstransport verstärkt und damit die Futteraufnahme beeinflusst (Kaneko et al., 2018).
Verbesserte Flüssigkeitsaufnahme
Gerade Katzen trinken oft zu wenig. Nassfutter kann nachweislich die tägliche Wasseraufnahme steigern (Buckley et al., 2011). Beim Mischen profitiert dein Tier automatisch von zusätzlichem Wasser im Futter.
Abwechslungsreiche Nährstoffzufuhr
Trocken- und Nassfutter unterscheiden sich in Konsistenz, Aromaprofil und Rezeptur. Eine Kombination kann die Vielfalt erhöhen – vorausgesetzt, die Produkte sind hochwertig und passen zusammen.
In unserer eigenen Fütterungspraxis mischen wir Pure Naturfutter seit vielen Jahren. Unsere Hunde mögen die Kombination aus Nass- und Trockenfutter sehr gern und vertragen sie durchweg gut. Für uns zeigt das, dass ein Mix problemlos funktionieren kann, wenn Qualität und Zusammensetzung stimmen.
Nachteile und Risiken beim Mischen von Trocken- und Nassfutter
Verdauungsprobleme
Nicht jedes Tier verträgt kombinierte Konsistenzen. Einige reagieren sensibel auf Veränderungen, andere kommen problemlos damit zurecht. Eine Studie von Murphy et al. (2014) zeigt, dass abrupte Futterumstellungen die Darmflora destabilisieren können – daher langsam mischen.
Hygiene und Haltbarkeit
Gemischtes Futter sollte sofort gefüttert und nicht stehen gelassen werden. Besonders Nassfutter verdirbt schneller. Geöffnete Dosen gehören in den Kühlschrank und sollten innerhalb von 24 Stunden verbraucht werden.
Überfütterung
Die Kombination zweier Futterarten führt leicht zu doppelten Portionen. Für die richtige Menge gilt: Gesamtenergiebedarf deines Tieres berechnen – und beide Futterbestandteile darin einplanen.
Tiergesundheit im Fokus
Auswirkungen auf die Zahngesundheit
Trockenfutter kann den Abrieb fördern und so Zahnbelag reduzieren – jedoch ersetzt es keine Zahnpflege. Studien belegen leichte positive Effekte von härterer Konsistenz auf Plaque (Gorrel & Rawlings, 1996). Nassfutter hat keine negativen Auswirkungen, macht aber keine Zahnreinigung wett.
Zusätzliche Zahnpflege wie Kaustreifen oder regelmäßiges Zähneputzen bleibt wichtig.
Einfluss auf die Harnwegsgesundheit
Gerade bei Katzen ist die Vorbeugung von Harnkonzentration wichtig. Ein höherer Feuchtigkeitsgehalt im Futter senkt nachweislich das Risiko für Struvitkristalle (Zentek et al., 2017).
Nassfutter eignet sich daher besonders gut für Tiere mit empfindlichen Harnwegen.
Allergien und Unverträglichkeiten
Zu den häufigsten Auslösern gehören Rind, Geflügel, Milchprodukte und Weizen. Bei Unverträglichkeiten sind klare Rezepturen mit Single-Protein und ohne unnötige Zusatzstoffe sinnvoll.
PURE Naturfutter bietet hier diverse hypoallergene Sorten – ideal für sensible Hunde und Katzen.
Praktische Tipps für die Fütterung
Die richtige Mischung finden
Eine häufige Empfehlung:
50 % Nassfutter + 50 % Trockenfutter – ideal als Ausgangspunkt.
Anpassen solltest du die Mischung an Gewicht, Aktivität und Vorlieben deines Tieres.
Fütterungszeiten und Routinen
Regelmässige Fütterungszeiten helfen vielen Tieren, ein stabiles Verdauungs- und Energielevel zu halten. Passe die Fütterung an Aktivitätsphasen an – zum Beispiel leichtere Mahlzeiten vor Spaziergängen.
Worauf du beim Kauf von Trocken- und Nassfutter achten solltest
Achte auf:
- klar deklarierte Zutaten
- hoher Fleischanteil
- keine künstlichen Zusatzstoffe
- Single-Protein bei empfindlichen Tieren
- transparente Herstellungsprozesse
PURE Naturfutter erfüllt genau diese Kriterien – natürlich, ehrlich und artgerecht.
Ob du Trocken- und Nassfutter mischst, hängt von deinem Tier ab. Viele Hunde und Katzen profitieren von besserer Hydratation, mehr Akzeptanz und Abwechslung. Gleichzeitig ist es wichtig, die Gesamtmenge im Blick zu behalten und sensibel auf Verdauung und Gesundheit zu achten.
Ein Mix kann funktionieren – solange du hochwertiges Futter nutzt und die Bedürfnisse deines Tieres respektierst.
Wenn du Lust hast, hochwertige und natürliche Sorten für deinen Hund oder deine Katze auszuprobieren, findest du auf pure-naturfutter.ch viele passende Optionen.
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Wenn du Fragen hast, schreib sie gerne in die Kommentare – wir helfen dir gerne weiter.
FAQ: Trocken- und Nassfutter mischen
Sollte man Trockenfutter und Nassfutter mischen?
Ja, du kannst Trockenfutter und Nassfutter mischen. Viele Hunde und Katzen profitieren von besserer Akzeptanz, mehr Feuchtigkeit im Futter und zusätzlicher Abwechslung im Napf. Wichtig ist, dass du hochwertige Sorten nutzt und dein Tier die Kombination gut verträgt.
Ist das Mischen von Trocken- und Nassfutter gesund?
Für viele Tiere kann die Kombination gesund sein. Besonders der höhere Wassergehalt im Nassfutter unterstützt die Hydratation. Die Mischung sollte langsam eingeführt werden, damit Verdauung und Darmflora nicht gestresst werden.
Welches Mischverhältnis ist ideal, wenn ich Trockenfutter und Nassfutter kombiniere?
Ein häufig genutztes Verhältnis ist 50 % Trockenfutter / 50 % Nassfutter. Du kannst das Verhältnis aber jederzeit an Aktivität, Gewicht und Vorlieben deines Tieres anpassen.
Kann ich Trockenfutter und Nassfutter bei Katzen mischen?
Ja, auch bei Katzen ist Mischfütterung möglich und oft sinnvoll. Der hohe Flüssigkeitsgehalt im Nassfutter kann helfen, die Harnwege zu unterstützen und die tägliche Wasseraufnahme zu erhöhen.
Gibt es Nachteile, wenn ich Trockenfutter und Nassfutter mische?
Ja, wenn du zu schnell umstellst. Mögliche Nachteile sind Verdauungsprobleme, wenn das Tier empfindlich reagiert, oder falsche Portionsgrössen, wenn du die Energie beider Futterarten nicht berücksichtigst. Auch Hygiene spielt eine Rolle: gemischtes Futter sollte sofort gefüttert werden.
Kann Mischen von Futter Durchfall verursachen?
Ja, wenn die Umstellung zu abrupt erfolgt. Starte mit kleinen Mengen und beobachte, wie dein Tier reagiert. Bei sensiblen Mägen empfiehlt sich eine langsame Anpassung über mehrere Tage.
Ist Mischfütterung bei sensiblen oder allergischen Tieren geeignet?
Ja, wenn du klare Rezepturen, Single-Protein-Futter und hochwertige Inhaltsstoffe verwendest. Pure Naturfutter bietet hypoallergene Sorten, die sich sehr gut zum Mischen eignen.
Nimmt mein Tier schneller zu, wenn ich Trocken- und Nassfutter mische?
Das passiert nur, wenn zu viel gefüttert wird. Achte darauf, dass du die Kalorien beider Komponenten zusammenrechnest und die Tagesration entsprechend anpasst.
Wie lange darf ein Napf mit gemischtem Futter stehen bleiben?
Gemischtes Futter sollte sofort gefressen werden. Reste gehören entsorgt. Nassfutter-Dosen immer gut verschlossen im Kühlschrank lagern und innerhalb von 24 Stunden verbrauchen.
Kann ich Trockenfutter und Nassfutter von verschiedenen Marken mischen?
Ja, grundsätzlich ist das möglich. Am besten funktioniert die Mischung aber, wenn beide Sorten in Qualität und Zusammensetzung harmonieren. Pure Naturfutter ist optimal auf eine solche Mischfütterung abgestimmt.
Wie oft darf ich Trocken- und Nassfutter mischen?
So oft du möchtest – täglich oder nur gelegentlich. Wichtig ist, dass dein Tier sich damit wohlfühlt und die Verdauung stabil bleibt.
Welche Erfahrungen gibt es mit Pure Naturfutter beim Mischen?
Wir mischen seit 2011 täglich Pure Naturfutter in unserer eigenen Fütterungspraxis. Unsere Hunde lieben die Kombination und vertragen sie sehr gut. Für uns zeigt sich: Eine Mischung funktioniert hervorragend, wenn die Qualität stimmt.
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Quellen
- Buckley, C. M. F., et al. (2011). Effect of food moisture on water intake and urinary parameters in cats. Journal of Feline Medicine and Surgery.
- Zentek, J., et al. (2017). Einfluss der Fütterung auf die Harnwegsfunktion bei Hund und Katze. Tierärztliche Praxis Kleintiere.
- Gorrel, C., & Rawlings, J. (1996). The role of tooth abrasion in plaque control in dogs. Journal of Veterinary Dentistry.
- Kaneko, K., et al. (2018). Influence of food texture and aroma on palatability in pets. Animal Nutrition.
- Murphy, M., et al. (2014). Fütterungsumstellungen und die Auswirkungen auf die Darmmikrobiota. Veterinary Microbiology.